04.09.2017

Aibike (7) - Das Mondengelchen aus Kirgisien

Wir behandeln im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach derzeit Aibike aus Kirgisien, die vor einigen Jahren als Kleinkind in ein ungesichertes Stromkabel gebissen hatte. Dabei waren ihr Oberlippe und Nase weggeschmolzen.

Da die Familie aus extrem armen Verhältnissen kommt, erfolgte keine adäquate Therapie bis die Hilfsorganisation "Aufwind" in Berlin auf sie aufmerksam wurde und den Kontakt zu INTERPLAST herstellte. Wir haben sie dann 2013 zusammen mit ihrer Mutter nach Bad Kreuznach geholt und ich konnte aber zunächst nur die Opberlippe rekonstruieren.

 Inzwischen ist sie alt genug, dass nun auch die Nasenrekonstruktion erfolgen kann. Sie kam jetzt vor 3 Wochen aus Bischkek und hat auch schon die erste Operation gut überstanden. Sie ist ein ganz goldiges Kind und heißt zu Recht auf Deutsch "Mondengelchen". Alle Ärzte, Schwestern und Pfleger der Kinderstation sowie der Plastischen Chirurgie lieben sie und freuen sich an der gemeinsamen Hilfe. 

 Nächste Woche steht ihr noch ein weiterer Operationsschritt bevor: die Hauttransplantation der Nasenspitze. Wenn die Durchblutungsverhältnisse ausreichend stabil sind und das Transplantat gut einheilt, mag dies dann vorerst die letzte OP sein. Die abschließende Korrektur wird möglicherweise im jugendlichen Alter fällig.

 Schon jetzt sind Mutter und Kind voll Dankbarkeit, dass ihnen so viel Hilfe und Herzlichkeit aus unserer Region entgegengebracht wird. Als Gäste im Mutterhaus der kreuznacher diakonie erfahren sie menschlichen Beistand und fühlen sich sehr gut aufgehoben. Inzwischen ist die Kunde von der gelungenen Operation bis nach Kirgisien vorgedrungen, so dass Glückwünsche und Grüße der Anteilnahme aus ihrer Heimat ihnen Mut für die weitere Behandlung machen.

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