22.03.2014

Deutsch-Kuwaitisches Team operiert kriegsverletzte Syrer

Von einem medizinischen Kurzeinsatz sind die Tage die Dres. Borsche aus Jordanien heimgekehrt. Mit 44 operativen Eingriffen konnten sie im Al Maqased Charity Hospital in Amman schwerverletzten syrischen Flüchtlingen helfen.

Die spontane Reise kam auf Initiative des kuwaitischen Plastischen Chirurgen Dr. Abdul Aziz Al Rasheed zustande. Auf seine Bitte an INTERPLAST um persönliche Unterstützung folgte noch am selben Tag ein freudiges „Ja, wir sind mit dabei !“ . Borsches waren dankbar über die lokale Unterstützung und spontane Bereitschaft der Mitarbeiter im Diakonie Krankenhaus, ihren Chef kurzfristig freizustellen und über das Verständnis der Patienten in der Praxis, etwas längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen. 
 
 Bereits am Flughafen in Amman wurden die beiden Kreuznacher mit grauen Arbeitswesten ausgestattet, auf deren Rücken das gemeinsame Vereinsmotto „SCHIFASS, Sie werden geheilt“ in arabischen Schriftzügen zu lesen war.
 
 Achmed Aldohaishi, ein kuwaitischer Jugendrichter, hatte den Einsatz präzise vorbereitet. Besonders die Kinderschicksale unter den Flüchtlingen hatten ihn tief berührt.Schreckliche Ereignisse haben ihnen Mutter oder Vater, Geschwister und ein warmes Zuhause gewaltsam entrissen. Noch sind sie nicht sicher, ob das alles vielleicht nur ein böser Traum ist? Und es ist viel zu tun:
 
 Der 12 jährige Jussuf kann nicht laufen, denn ihm fehlt die Haut der rechten Fußsohle. In einer aufwendigen Operation im Januar wurde sie gebraucht, um seine von einer Mine zertrümmerte Ferse zu decken. Jetzt ist die Wunde stabil genug, um sie mit einem Vollhauttransplantat aus der Leiste zu versorgen.
 
 Der zehnjährigen Samira musste wegen einer Quetschungsverletzung im November der rechte große Zeh und Mittelfuß amputiert werden. Unter den schrumpfenden Narben verkürzte sich der zweite Zeh zur Kralle, der nun befreit und der Mittelfuß entlastet werden kann.
 
 Glücklicherweise hat sich ein pensionierter jordanischer Chirurg bereiterklärt, die Patienten weiter zu betreuen. 
 Viel zu schnell rückt der Abflugtermin heran. Alle Beteiligten hoffen mit den Borsches auf ein baldiges Wiedersehen und die Patienten warten auf eine Fortsetzung dieser äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit!
 
 Eure
 Eva Borsche

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