05.01.2017

Eilaktion rettet Raissa das Leben

Raissa, 9 Jahre, stammt aus der nordafghanischen Provinz Baghlan. Einen schlimmen Verkehrsunfall hat sie nur knapp überlebt. Ihr Unterschenkel wurde abgerissen, der Oberschenkel ist buchstäblich zerfetzt, die Reste des Beines sind mittlerweile entzündet.

Es wäre so wichtig dem Mädchen Oberschenkel und Knie zu retten. Denn eine gut angepasste Prothese gibt Raissa die Möglichkeit ein fast normales Leben zu führen.

Für Raissa hat die befreundete Hilfsorganisation Kinder brauchen uns e. V.​ auch INTERPLAST zur Vermittlung angefragt. In dem akuten Fall ist Eile geboten, doch wäre die Hilfe für Raissa fast gescheitert.

„Eine Hilfe an der Nahe sei einfach nicht zu leisten, da keinerlei Kapazitäten mehr verfügbar sind und die Behandlung möglichst schnell, am besten binnen zwei, drei Wochen über die Bühne gehen müsse“, sagte André Borsche.

Eine vorweihnachtliche Spendenübergabe hat die „Eilaktion“ für Raissa in Gang gesetzt. Durch Julia Klöckner​, konnte auf dem „kurzen Dienstweg“ sogar Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit ins Boot holt werden. Im Auftrag der Verteidigungsministerin setzte sich Bundeswehrgeneral Markus Kneip persönlich bei dem deutschen Botschafter in Kabul für eine schnelle Visaerteilung ein.

In einem großartigen Zusammenspiel von Politik, Bundeswehr und Hilfsorganisationen gibt es jetzt eine Zukunft für ein kleines schwerverletztes Mädchen aus Afghanistan, das normalerweise keine Chance auf eine adäquate Hilfe gehabt hätte.

Am 10. Januar wird Raissa nach Deutschland geflogen und operiert. Die Bundeswehr holt Raissa am Düsseldorfer Flughafen ab und bringt sie in das Bundeswehrankenhaus nach Koblenz, wo auch die Behandlung stattfinden wird.

Chefarzt Prof. Erwin Kollig hat sich bereits nach dem Dialekt von Raissa erkundigt, um sie optimal betreuen zu können.

Die Rehabilitation übernimmt INTERPLAST in Bad Kreuznach, um die elterliche Sorge für die Zeit in Deutschland kümmert sich Kinder brauchen uns e. V..

zurück