21.05.2014

Mohammad bekommt sein früheres Aussehen zurück

Nun war Mohammad zu einer 2.Operation in Bad Kreuznach. Der Krieg in Syrien hat diesem Jungen zwar das Sehen genommen, sein Wesen aber nicht. Der Junge hat sein Leben und sein Antlitz zurückbekommen, nicht zuletzt durch den Einsatz von Menschen in Deutschland.

 

Mehr dazu in dem Artikel von stern.de und dem Beitrag in Stern TV.

Mittlerweile lebt die Familie schon über ein Jahr in Deutschland und Mouamen hat in der Zwischenzeit eine weitere kleine Schwester bekommen. Die übrigen Geschwister Muaheddin, Muhammad und Esraa sind erst vor ein paar Wochen nach Deutschland gekommen. 

Mouamens Eltern mussten sie erst in Syrien zurücklassen. Eine ungewisse Situation und die große Angst, sie möglicherweise nie wieder zu sehen. Mouamen hat darunter sehr gelitten. "Sein ganzes Leben hat sich geändert, als seine Geschwister gekommen sind", berichtet Hussen Boukay."Erst dann fing es an, einen normalen Rhythmus anzunehmen." 

Mouamen sei wie ausgewechselt, seit seine Geschwister wieder bei ihm sind. Sie geben ihm Sicherheit, denn sie wissen, was er erlebt hat und behandeln ihn so normal wie möglich. Er soll nicht ständig merken, dass er anders ist. "Er hatte das Problem, dass er jetzt deutsch verstehen konnte und gehört hat, was die anderen Kindern über ihn gesagt haben. 'Wieso sieht er so aus? Was ist mit ihm geschehen?' Und zuhause hat er dann geweint und gesagt, Papa was ist mit meinem Gesicht, was ist los mit mir", sagt der Vater. 

Deshalb hat sich die Familie entschlossen, Mouamen noch einmal operieren zu lassen. Sein Gesicht soll noch weiter korrigiert werden. In dieser Operation sollen Mouamens rechtes Auge gemacht und seine Nase weiter korrigiert werden. Dafür wird die Wange mit Fettgewebe aus seinem Bauch aufgepolstert, das untere Augenlied geschaffen und die Augenhöhle für ein künstliches Auge präpariert. Und Mouamen hat auch diese dreistündige Operation ohne größere Probleme überstanden. 

"Ich glaube das war ein Schlusspunkt nach einer langen Phase des Bibberns und Hoffens. Und die Familie kann mit dem Ergebnis zufrieden sein", sagt Chirurg André Borsche.
 
 

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