25.01.2017

Raisa in Deutschland – da sind aufregende Dinge passiert

Raisa ist wohl viel schwerer krank als zuvor angenommen. Dies wurde bei der ersten Operation deutlich:

Überall infiziertes Gewebe mit Keimen, gegen die kaum noch ein Antibiotikum wirksam ist. Abgestorbenes Knochengewebe musste entfernt werden und danach brach die bisher stabile Körperabwehr des 9 jährigen Mädchens zusammen. Sie musste auf der Intensivstation beatmet werden.

"Hier haben unsere Intensivmediziner Tolles geleistet. Die gezielte Antibiotikatherapie und die operative Wundsäuberung führten glücklicherweise dann wieder zu einer Stabilisierung. Bei den beiden Verbandwechseln zeigte sich eine sehr erfreuliche lokale Befundentwicklung bei fallenden Infektzeichen. Raisa konnte inzwischen auf die Normalstation verlegt werden, muss aber wegen ihrer Verkeimung weiter isoliert bleiben. Sie erholt sich zusehends. Wir haben inzwischen auch Besuche einer afghanischen Familie aus Koblenz mit gleichaltrigen Kindern organisiert. Die tun ihr sichtbar gut", so berichtet Prof. Erwin Kollig, Chefarzt der Unfallchirurgie im Bundeswehr-Krankenhaus in Koblenz.

Jetzt stehen aber noch einige weitere Operationen an, die Raisa erst einmal überstehen muss. Wenn die Wunden verschlossen sind und der Knochen heilen wird, kommt sie zur Rehabilitation nach Bad Kreuznach. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Wir werden sie aber in jedem Fall weiter unterstützen.

Auf dem Bild seht ihr die hoffnungsvollen Blicke des Vaters bei der Übergabe seiner Tochter an die Helfer von "Kinder brauchen uns" in Kabul.

 

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